Die Frage nach ADH1B und Schlaf ist sinnvoll, aber die vorliegenden Wissensquellen enthalten keine direkten Informationen zu diesem Gen. ADH1B kodiert für die Alkoholdehydrogenase, die den Abbau von Ethanol steuert. Varianten wie ADH1B*2 (rs1229984) führen zu einer schnelleren Verstoffwechselung von Alkohol, was das Risiko für Alkoholabhängigkeit senken kann. Ein indirekter Zusammenhang mit Schlaf besteht über den Alkoholkonsum: Alkohol stört die Schlafarchitektur, reduziert REM-Schlaf und kann zu nächtlichem Erwachen führen. Menschen mit einer schnelleren ADH1B-Variante könnten weniger Alkohol trinken und daher weniger schlafbezogene Nebenwirkungen haben. Allerdings ist dies kein direkter Effekt des Gens auf den Schlaf, sondern ein Verhaltenseffekt. Die Evidenz ist daher mechanistisch und indirekt. Direkte Studien zu ADH1B und Schlafqualität fehlen. Caveat: Keine klinische Relevanz für Schlafstörungen ohne Alkoholkonsum. Bei Schlafproblemen sind etablierte Biomarker wie Melatonin oder Koffeinempfindlichkeit (CYP1A2) besser geeignet.
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