Bei Vitamin D (25-OH) handelt es sich um die Speicherform, die den Körperversorgungsstatus anzeigt. Stress kann über Cortisolausschüttung und verändertes Verhalten (weniger Sonne, schlechtere Ernährung) indirekt den Vitamin-D-Spiegel beeinflussen. Die direkte Evidenz für eine Stress-Wirkung auf 25-OH ist jedoch begrenzt und widersprüchlich. Ein Mangel ist mit erhöhter Infektanfälligkeit, Stimmungstiefs und Knochenproblemen assoziiert. Bei chronischem Stress sollte man daher den 25-OH-Wert messen lassen (Zielbereich je nach Fachgesellschaft 30–50 ng/ml oder 75–125 nmol/l). Supplementierung nur bei nachgewiesenem Mangel und idealerweise mit ärztlicher Begleitung, da Überdosierung schädlich ist. Lebensstilfaktoren wie Sonnenexposition, Bewegung und Schlaf sind ebenso wichtig. Die Aussagekraft eines einzelnen DNA-Tests für Vitamin-D-Stoffwechsel ist gering; Bluttest bleibt Goldstandard. Evidenz: unklar für direkten Stress-Zusammenhang, human-moderat für Supplementierung bei Mangel.
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