Ein erhöhter Glukose-Wert (Blutzucker) ist ein wichtiger Hinweis auf eine gestörte Glukosehomöostase. Er kann auf Prädiabetes, Diabetes mellitus Typ 2 oder seltener Typ 1 hindeuten. Auch Stress, Infektionen oder Medikamente können den Wert vorübergehend anheben. Die Interpretation hängt stark vom Messzeitpunkt ab: Nüchternwerte ≥ 126 mg/dL (7,0 mmol/L) oder HbA1c ≥ 6,5 % gelten als diabetesverdächtig. Ein einzelner erhöhter Wert ist jedoch nicht diagnostisch – er sollte durch Wiederholungsmessungen und einen oralen Glukosetoleranztest (oGTT) bestätigt werden. Heimtests (z. B. Blutzuckermessgeräte) sind für das Screening geeignet, aber nicht für die Diagnose. Caveat: Bei wiederholt erhöhten Werten ist ärztliche Abklärung zwingend erforderlich, um Folgeerkrankungen wie Nierenschäden, Neuropathie oder kardiovaskuläre Komplikationen zu vermeiden. Lebensstiländerungen (Ernährung, Bewegung) sind die erste Maßnahme, können aber bei fortgeschrittener Erkrankung nicht immer eine medikamentöse Therapie ersetzen.
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