Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) ist ein nukleärer Rezeptor, der in Keratinozyten und Fibroblasten der Haut exprimiert wird und an der Regulation von Zellproliferation, -differenzierung und Immunfunktion beteiligt ist. In vitro und tierexperimentelle Studien deuten auf eine Rolle bei der Hautalterung hin, etwa durch Modulation der Kollagensynthese und antioxidativer Abwehr. Allerdings fehlen robuste humane Interventionsstudien, die einen direkten kausalen Effekt von VDR-Varianten auf klinische Hautalterungsparameter (Falten, Elastizität) belegen. Die Evidenzlage ist daher als mechanistisch und präklinisch einzustufen. GWAS zu Hautalterung haben VDR nicht als Hauptfaktor identifiziert. Zudem ist die funktionelle Relevanz häufiger VDR-Polymorphismen (z. B. FokI, BsmI) für die Hautalterung unklar und stark kontextabhängig (Vitamin-D-Status, UV-Exposition). Eine alleinige DNA-Testung auf VDR-Varianten zur Beurteilung des Hautalterungsrisikos ist nicht evidenzbasiert. Empfehlungen sollten sich auf allgemeine Hautgesundheit (Sonnenlichtmanagement, Antioxidantien, Feuchtigkeit) stützen. Evidenzgrad: mechanistisch/unclear. Caveat: Keine direkte klinische Validierung für skin aging.
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