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Welche Rolle spielt hsCRP für Langlebigkeit?

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Welche Rolle spielt hsCRP für Langlebigkeit?

hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische, niedriggradige Entzündungen. In der Langlebigkeitsforschung gilt eine niedrige hsCRP-Konzentration (<1 mg/L) als günstig, da chronische Entzündungen als Treiber des biologischen Alterns (Inflammaging) gelten. Zahlreiche epidemiologische Studien belegen einen Zusammenhang zwischen erhöhtem hsCRP und erhöhter Gesamtmortalität sowie kardiovaskulären Ereignissen. Allerdings ist hsCRP kein direkter Kausalmarker für Langlebigkeit; es spiegelt vielmehr das Zusammenspiel von Genetik, Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Rauchen) und Begleiterkrankungen wider. Interventionen, die hsCRP senken (z. B. mediterrane Ernährung, Gewichtsreduktion, Statine), können das Risiko für altersassoziierte Erkrankungen verringern, doch der individuelle Nutzen variiert. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien mit Langlebigkeit als Endpunkt fehlen. Daher ist hsCRP als Risikomarker, nicht als direktes Langlebigkeitsziel zu verstehen. Eine alleinige Interpretation ohne weitere Risikofaktoren ist nicht sinnvoll.

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