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Evidenz-Check: Folsäure im Kontext von fatigue

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Evidenz-Check: Folsäure im Kontext von fatigue

Folsäure (Vitamin B9) wird oft mit Müdigkeit (Fatigue) in Verbindung gebracht, da ein Mangel zu megaloblastärer Anämie und damit zu Erschöpfung führen kann. Allerdings ist Fatigue ein unspezifisches Symptom mit vielen Ursachen (Eisenmangel, Schlafstörungen, Stress, Schilddrüsenfunktion, etc.). Ein Folsäuremangel ist in der Allgemeinbevölkerung selten, kann aber bei bestimmten Gruppen (Schwangerschaft, Alkoholismus, Malabsorption, bestimmte Medikamente) auftreten. Die Evidenz für eine Supplementierung bei Fatigue ohne nachgewiesenen Mangel ist schwach. Studien zeigen keinen konsistenten Nutzen für Müdigkeit bei gesunden Erwachsenen. Zudem kann eine hohe Dosis Folsäure (≥1 mg/Tag) einen Vitamin-B12-Mangel maskieren, was neurologische Schäden verschlimmern könnte. Ein Bluttest (Serumfolat, ggf. Holotranscobalamin) ist vor Supplementierung sinnvoll. Bei Fatigue sollte immer eine umfassende Abklärung erfolgen, nicht nur Folsäure. Die Evidenzlage ist insgesamt als 'mixed' einzustufen: klare Kausalität bei Mangel, aber keine Belege für generelle Anti-Fatigue-Wirkung.

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