Die Rolle von Östradiol bei Fatigue ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Östradiol beeinflusst Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin, was indirekt Energie und Stimmung modulieren kann. Studien zeigen Assoziationen zwischen niedrigem Östradiol (z. B. in der Perimenopause) und erhöhter Müdigkeit, jedoch sind die Effekte moderat und stark von individuellen Faktoren (Stress, Schlaf, Ernährung) überlagert. Genetische Varianten im Östradiol-Stoffwechsel (z. B. CYP19A1, COMT) werden in Consumer-DNA-Tests angeboten, aber die klinische Relevanz für Fatigue ist nicht belegt. Ein Hormonstatus via Bluttest (Östradiol, Progesteron, FSH) kann sinnvoll sein, wenn ein Zyklus- oder Menopausenbezug besteht. Caveat: Fatigue ist multifaktoriell; eine alleinige Östradiol-Betrachtung greift zu kurz. Evidenzlage: überwiegend mechanistisch und beobachtend, keine starken Interventionsstudien.
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