Ein erhöhter IgG-Wert im Blut ist ein unspezifischer Laborbefund. IgG (Immunglobulin G) ist der häufigste Antikörper und steigt typischerweise bei chronischen Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder nach Impfungen an. Auch Lebererkrankungen, bestimmte Krebsarten oder eine chronische Entzündung können die IgG-Konzentration erhöhen. Wichtig: Ein einzelner erhöhter IgG-Wert allein erlaubt keine Diagnose. Die Interpretation hängt stark vom klinischen Bild, weiteren Laborparametern (z. B. IgG-Subklassen, IgA, IgM) und der Vorgeschichte ab. Bei MyBody-X-Tests (Blut- oder Speichelproben) wird IgG oft als Teil eines Immunprofils gemessen. Die Evidenz für die klinische Nutzung solcher Direkttests ist jedoch begrenzt – viele Referenzbereiche sind populationsabhängig, und leichte Erhöhungen können harmlose Varianten sein. Ohne ärztliche Abklärung sollte man keine eigenständigen Maßnahmen (z. B. Supplemente) ergreifen. Evidenzgrad: mechanistic/unclear – basierend auf allgemeiner Immunologie, aber ohne spezifische Studien zu Consumer-Tests.
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