Die Kombination aus einem ‚Cardio Risk Check‘ und einem Hautalterungstest klingt verlockend, aber die wissenschaftliche Realität ist ernüchternd. Solche Tests basieren meist auf einzelnen Genvarianten (SNPs), die in GWAS mit winzigen Effektstärken assoziiert sind. Für Herz-Kreislauf-Risiko sind klassische Faktoren wie Blutdruck, Cholesterin, Rauchen und Bewegung weitaus aussagekräftiger als jede genetische Risikobewertung. Bei Hautalterung spielen UV-Exposition, Ernährung und Lebensstil die Hauptrolle – Gene tragen nur einen kleinen Teil bei. Die Tests sind nicht diagnostisch und werden oft mit übertriebenen Versprechen vermarktet. Ein seriöser Arzt würde nie allein auf Basis eines Gentests eine Therapie empfehlen. Fazit: Die Mythen über ‚genetische Vorhersage‘ sind weit verbreitet, die Fakten zeigen: Ohne Blutwerte, Lebensstilanalyse und klinische Untersuchung bleibt es Spekulation. Die Evidenz ist schwach (Marketing/GWAS).
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