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was kostet ein gentest für krebs — was ist evidenzbasiert?

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was kostet ein gentest für krebs — was ist evidenzbasiert?

Die Kosten für einen Gentest auf Krebs variieren stark je nach Art und Anbieter. Klinische Tests auf erbliche Krebsrisiken (z. B. BRCA1/2, Lynch-Syndrom) kosten in Deutschland meist zwischen 500 und 2.500 Euro und werden bei entsprechender Indikation von der Krankenkasse übernommen. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (z. B. von 23andMe, MyHeritage) sind günstiger (50–300 Euro), testen aber oft nur einzelne Risikovarianten mit geringer Aussagekraft. Evidenzbasiert sind vor allem Tests auf hochpenetrante Gene in Familien mit Krebshäufung – hier liegen klare klinische Leitlinien vor. Viele im Handel angebotene „Krebs-Gentests“ basieren auf GWAS-SNPs mit winzigen Effekten, die für die individuelle Risikovorhersage nicht geeignet sind. Die Evidenz solcher Tests ist schwach bis irreführend. Wichtig: Ein positiver Befund in einem Consumer-Test ersetzt keine ärztliche Abklärung. Lassen Sie sich vor und nach einem Test humangenetisch beraten. Ohne spezifische Familienanamnese ist ein breiter Krebs-Gentest meist nicht sinnvoll.

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