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Evidenz-Check: Transferrin im Kontext von Langlebigkeit

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Evidenz-Check: Transferrin im Kontext von Langlebigkeit

Transferrin ist ein Eisentransportprotein, dessen Serumkonzentration vor allem den Eisenstatus und die Leberfunktion widerspiegelt. Im Kontext von Langlebigkeit wird Eisenmetabolismus zunehmend diskutiert: Chronischer Eisenüberschuss kann oxidativen Stress fördern und altersbedingte Erkrankungen wie Atherosklerose oder neurodegenerative Prozesse begünstigen. Ein erniedrigtes Transferrin (bei Eisenüberladung) oder erhöhtes Transferrin (bei Eisenmangel) sind jedoch unspezifisch und stark von Entzündungen, Ernährung und genetischen Faktoren beeinflusst. Es gibt keine robusten Humanstudien, die Transferrin als eigenständigen Langlebigkeitsmarker belegen. Die Evidenz beschränkt sich auf mechanistische Zusammenhänge und indirekte Assoziationen (z. B. Hämochromatose-Genmutationen). Für eine individuelle Bewertung sind zusätzliche Parameter wie Ferritin, Serum-Eisen, Transferrinsättigung und Entzündungsmarker (CRP) nötig. Ohne klinischen Kontext ist eine alleinige Transferrin-Messung für Langlebigkeitsaussagen nicht aussagekräftig. Caveat: Keine validierten Cut-offs für „optimale“ Transferrin-Werte im Alter; Interpretation immer ärztlich abklären.

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