CYP2C19 ist ein Enzym des Cytochrom-P450-Systems, das vor allem für den Abbau von Arzneimitteln wie Protonenpumpenhemmern, Antidepressiva und Tamoxifen bekannt ist. Für die Menopause selbst gibt es keine direkte, starke Evidenz, dass CYP2C19-Varianten den Zeitpunkt oder die physiologischen Prozesse der Menopause beeinflussen. Allerdings könnte CYP2C19 eine Rolle beim Metabolismus von Hormonersatztherapien (HRT) oder selektiven Östrogenrezeptormodulatoren spielen, die in der Perimenopause eingesetzt werden. Die genetische Variabilität (z. B. *2, *3, *17) kann die Wirksamkeit und das Nebenwirkungsrisiko solcher Medikamente beeinflussen. Die Studienlage ist jedoch überwiegend mechanistisch oder auf andere Indikationen bezogen. Ein direkter Einfluss auf Hitzewallungen oder Knochendichte ist nicht ausreichend belegt. Daher ist ein Gentest für CYP2C19 im Kontext der Menopause derzeit nicht klinisch empfohlen, kann aber bei spezifischen Medikamentenfragen hilfreich sein.
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