Die Frage, ob Vitamin D (25-OH) in den Wechseljahren hilft, lässt sich differenziert beantworten. Vitamin D ist essenziell für die Calciumaufnahme und Knochengesundheit – ein Bereich, der durch den Östrogenabfall in der Menopause besonders gefährdet ist (Osteoporose-Risiko). Studien zeigen, dass ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel (25-OH > 30 ng/ml) die Knochendichte stabilisieren und Stürze reduzieren kann. Für andere Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen ist die Evidenz schwächer: Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln hin, aber randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) liefern uneinheitliche Ergebnisse. Hochdosierte Supplementierung ohne Mangel ist nicht empfohlen und kann toxisch wirken (Hypercalcämie). Ein Bluttest vor Supplementierung ist sinnvoll. Insgesamt ist Vitamin D ein unterstützender Faktor, aber kein Wundermittel für alle Menopause-Symptome. Die Evidenz ist moderat, gestützt auf Meta-Analysen und Leitlinien (z. B. DGE, Endocrine Society).
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