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Evidenz-Check: Vitamin D 25-OH im Kontext von Stress

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Evidenz-Check: Vitamin D 25-OH im Kontext von Stress

Die Frage nach einem Zusammenhang zwischen Vitamin D (25-OH) und Stress ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Es gibt Hinweise aus Beobachtungsstudien, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel mit erhöhtem Stressempfinden, depressiven Symptomen und einer Dysregulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) assoziiert sein können. Allerdings ist die Richtung der Kausalität unklar: Führt Stress zu niedrigerem Vitamin D (z. B. durch weniger Sonnenexposition) oder senkt ein Vitamin-D-Mangel die Stressresilienz? Randomisierte kontrollierte Studien zeigen bislang keine konsistente Wirkung einer Vitamin-D-Supplementation auf objektive Stressmarker wie Cortisol. Zudem wird Vitamin D als 25-OH im Blut gemessen – ein DNA-Test kann keinen Vitamin-D-Status bestimmen. Die Evidenzlage ist daher als moderat einzustufen: Es gibt plausible biologische Mechanismen (Vitamin-D-Rezeptor in Gehirn und Immunzellen), aber keine ausreichende klinische Bestätigung für eine kausale oder therapeutische Rolle bei Stress. Cave: Supplementierung ohne vorherige Blutmessung ist nicht empfohlen.

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