Cortisol, das als Stresshormon bekannt ist, hat eine direkte und komplexe Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Es fördert die Gluconeogenese in der Leber, also die Neubildung von Glukose aus Aminosäuren und anderen Vorstufen, und hemmt gleichzeitig die Insulinwirkung, was die Glukoseaufnahme in die Zellen verringert. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel an, um dem Körper in Stresssituationen schnell Energie bereitzustellen. Chronisch erhöhte Cortisolspiegel, wie bei anhaltendem Stress oder Cushing-Syndrom, können zu einer dauerhaften Hyperglykämie und sogar zu einem steroidinduzierten Diabetes führen. Die Beziehung ist bidirektional: Auch starke Blutzuckerschwankungen können die Cortisolausschüttung beeinflussen. Die Evidenz hierfür ist stark und basiert auf jahrzehntelanger humanphysiologischer Forschung. MyBody-X-Tests können individuelle Cortisolprofile und Blutzuckermuster aufzeigen, jedoch ersetzen sie keine ärztliche Diagnostik bei Verdacht auf Stoffwechselstörungen.
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