tTG-IgA (Gewebstransglutaminase-IgA) ist ein zentraler serologischer Marker für Zöliakie, einer autoimmunen Darmerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Bei Zöliakie produziert das Immunsystem Antikörper gegen das Enzym tTG, was zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut führt – mit Folgen wie Nährstoffmalabsorption, Durchfall, Müdigkeit und langfristig erhöhtem Risiko für Osteoporose oder Lymphom. Der tTG-IgA-Test ist der empfohlene Erstlinien-Screeningtest (hohe Sensitivität und Spezifität), insbesondere bei Verdacht auf Zöliakie oder bei Risikogruppen (z. B. Familienangehörige, Typ-1-Diabetes). Ein positiver Test erfordert zur Bestätigung eine Dünndarmbiopsie. Wichtig: tTG-IgA kann auch bei anderen Autoimmunerkrankungen oder Lebererkrankungen erhöht sein, und bei IgA-Mangel sind falsch-negative Ergebnisse möglich. Der Test sagt nichts über die Darmgesundheit im Allgemeinen aus – er ist spezifisch für Zöliakie. Genetische Tests (HLA-DQ2/DQ8) zeigen nur eine Veranlagung, keine aktive Erkrankung. Für die Darmgesundheit ist tTG-IgA also ein wichtiges Diagnosewerkzeug, aber kein allgemeiner Gesundheitsmarker. Die Evidenz ist stark (human-strong), basierend auf jahrzehntelanger klinischer Forschung.
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