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Ist Ferritin bei Wechseljahre sinnvoll?

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Ist Ferritin bei Wechseljahre sinnvoll?

Ja, die Bestimmung von Ferritin kann in den Wechseljahren sinnvoll sein, jedoch mit wichtigen Einschränkungen. Während der Menopause sinkt der Eisenbedarf durch den Wegfall der Menstruation, sodass viele Frauen tendenziell höhere Eisenspeicher aufweisen. Ein erhöhter Ferritinwert (>150–200 ng/ml) kann auf eine Eisenüberladung hindeuten, die mit oxidativem Stress, Entzündungen und möglicherweise einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder metabolisches Syndrom assoziiert ist. Gleichzeitig ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungen, Infektionen oder chronischen Erkrankungen ansteigen kann – ohne dass tatsächlich ein Eisenüberschuss vorliegt. Daher sollte Ferritin immer zusammen mit CRP, Transferrinsättigung und ggf. Hämoglobin interpretiert werden. Ein isoliert hoher Ferritinwert ohne weitere Abklärung kann zu Fehlentscheidungen führen. Bei Frauen mit Hämochromatose-Risiko (z. B. C282Y-Mutation im HFE-Gen) ist die Kontrolle besonders wichtig. Für asymptomatische Frauen in den Wechseljahren ohne Risikofaktoren ist ein routinemäßiges Ferritin-Screening jedoch nicht generell empfohlen. Die Entscheidung sollte individuell nach Anamnese, Symptomen und Risikoprofil getroffen werden. Evidenz: klinische Leitlinien und Humanstudien, aber keine direkte Abdeckung im gegebenen Kontext.

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