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Welche Rolle spielt IgG für longevity?

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Welche Rolle spielt IgG für longevity?

Immunglobulin G (IgG) ist der häufigste Antikörper im Blut und ein zentraler Bestandteil des adaptiven Immunsystems. Im Kontext von Longevity spielt IgG eine ambivalente Rolle: Einerseits ist eine robuste IgG-vermittelte Immunantwort essenziell, um Infektionen abzuwehren und eine langanhaltende Immunität aufzubauen – beides Faktoren, die mit einem gesunden Altern assoziiert sind. Andererseits ist die altersbedingte Dysregulation der IgG-Produktion (Immunseneszenz) ein Treiber chronischer Entzündungen (Inflammaging), die wiederum altersassoziierte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Neurodegeneration und Gebrechlichkeit begünstigen. Studien zeigen, dass die Diversität des IgG-Repertoires mit dem Alter abnimmt und die Konzentration proinflammatorischer IgG-Subklassen steigen kann. Zudem werden IgG-Antikörper gegen körpereigene Strukturen (Autoantikörper) mit zunehmendem Alter häufiger. Direkte Interventionen zur Optimierung von IgG für Langlebigkeit existieren nicht; vielmehr ist ein ausgewogenes Immunsystem das Ziel. Verbrauchertests, die IgG-Werte messen, liefern allenfalls Momentaufnahmen ohne validierte Langlebigkeitsprognose. Die Evidenz für IgG als isolierten Longevity-Marker ist mechanistisch plausibel, aber klinisch unzureichend belegt.

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