Wie hängen Ferritin Eisenmangel und Langlebigkeit zusammen?
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TIKKI Wissensantwort
Ferritin ist das zentrale Eisenspeicherprotein im Körper. Ein niedriger Ferritinspiegel weist auf Eisenmangel hin, der die Sauerstoffversorgung der Zellen beeinträchtigt und zu Müdigkeit, kognitiven Einbußen sowie einer verminderten mitochondrialen Funktion führen kann – alles Faktoren, die den Alterungsprozess beschleunigen können. Umgekehrt ist auch ein zu hoher Ferritinspiegel problematisch, da überschüssiges Eisen oxidative Schäden fördert und mit chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und neurodegenerativen Prozessen assoziiert ist. Für Langlebigkeit scheint ein optimaler Eisenstatus entscheidend: weder Mangel noch Überladung. Die HFE-Genetik (z. B. H63D-Variante) kann das Risiko für Eisenüberladung leicht erhöhen, doch die klinische Relevanz ist individuell. Die Evidenz für einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Ferritin und Langlebigkeit beim Menschen ist überwiegend mechanistisch und epidemiologisch; randomisierte Langzeitstudien fehlen. Daher ist eine regelmäßige Ferritin-Bestimmung sinnvoll, um den persönlichen Eisenhaushalt im Gleichgewicht zu halten – insbesondere bei Personen mit genetischer Prädisposition oder besonderen Lebensphasen (z. B. Menstruation, Leistungssport).
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