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Ist Cortisol bei Sport sinnvoll?

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Ist Cortisol bei Sport sinnvoll?

Cortisol ist ein lebenswichtiges Stresshormon, das bei sportlicher Belastung kurzfristig ansteigt. Dieser Anstieg ist sinnvoll, weil er Energie bereitstellt: Cortisol fördert die Gluconeogenese in der Leber, mobilisiert Fettsäuren aus dem Fettgewebe und hemmt die Insulinausschüttung, sodass Glukose für Muskeln und Gehirn verfügbar bleibt. Zudem wirkt es entzündungshemmend und unterstützt die Anpassung an Trainingsreize. Allerdings wird die positive Wirkung nur bei akuter, zeitlich begrenzter Belastung erzielt. Chronisch erhöhte Cortisolspiegel – etwa durch Übertraining, Schlafmangel oder psychischen Dauerstress – sind kontraproduktiv: Sie fördern Muskelabbau (katabole Wirkung), schwächen das Immunsystem, stören die Regeneration und können die Fettverteilung negativ beeinflussen. Bei Ausdauersportlern ist ein moderater Cortisolanstieg normal, bei Kraftsportlern eher unerwünscht, da er dem muskelaufbauenden Testosteron entgegenwirkt. Ein Bluttest auf Cortisol kann helfen, Übertraining oder Nebennierenerschöpfung zu erkennen, sollte aber immer im Tagesverlauf und im Kontext anderer Hormone interpretiert werden. Die Evidenz basiert auf physiologischen Grundlagen und sportmedizinischer Praxis, nicht auf randomisierten Studien. Fazit: Akut ja, chronisch nein.

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