Der Begriff „Gluten Training“ ist irreführend. Gemeint ist meist der Versuch, durch eine glutenfreie Ernährung Beschwerden zu lindern oder die Verträglichkeit zu verbessern. Häufige Fehler: 1) Selbst-Diagnose einer Glutenunverträglichkeit ohne ärztliche Abklärung – viele verwechseln Reizdarm oder FODMAP-Intoleranz mit Gluten. 2) Blindes Vertrauen in IgG-Blutteste, die von der Wissenschaft nicht als zuverlässig anerkannt sind (siehe MyBody-X-Infos). 3) Übermäßiger Verzehr von glutenfreien Ersatzprodukten, die oft mehr Zucker, Fett und Zusatzstoffe enthalten. 4) Ignorieren von Kreuzkontaminationen bei echter Zöliakie. 5) Fehlende Überprüfung des Nutzens: Ohne kontrollierte Auslass- und Wiedereinführungsdiät bleibt unklar, ob Gluten wirklich das Problem ist. Die Evidenz für genetische Tests (z. B. HLA-DQ) ist moderat, aber nicht ausreichend für eine Diagnose. Fazit: Bei Verdacht auf Glutenproblematik immer ärztliche Abklärung (Zöliakie-Serologie, Dünndarmbiopsie) und keine reinen Selbsttests.
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