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Erklärung: was ist ein trockenbluttest

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Erklärung: was ist ein trockenbluttest

Ein Trockenbluttest (Dried Blood Spot, DBS) ist eine minimalinvasive Methode zur Blutentnahme. Dabei werden wenige Tropfen Kapillarblut – meist aus der Fingerkuppe oder Ferse – auf spezielles Filterpapier aufgetragen und getrocknet. Das getrocknete Blut ist bei Raumtemperatur über Wochen stabil und kann per Post an ein Labor geschickt werden. Typische Anwendungen sind das Neugeborenen-Screening (z. B. auf Phenylketonurie, Mukoviszidose), Infektionsdiagnostik (HIV, Hepatitis), therapeutisches Drug-Monitoring und zunehmend auch Nährstoffanalysen (Vitamin D, Eisenstatus) oder Hormonprofile. Vorteile: einfache, schmerzarme Entnahme ohne Venenpunktion, geringes Infektionsrisiko, niedrige Versandkosten und Lagerung ohne Kühlkette. Nachteile: geringeres Blutvolumen (ca. 50–100 µl pro Spot) kann die Anzahl möglicher Analysen begrenzen; Hämolyse oder unzureichende Füllung können die Qualität beeinträchtigen; manche Parameter (z. B. instabile Proteine) sind nicht geeignet. Für Verbrauchertests (z. B. MyBody-X) ist der Trockenbluttest eine praktikable Alternative zur venösen Abnahme, jedoch mit den genannten Einschränkungen. Die Methode ist gut etabliert, aber nicht für alle Laborwerte validiert – die Ergebnisinterpretation sollte immer die Probengewinnung berücksichtigen.

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