Vor einer Blutabnahme ist die wichtigste Regel: **Wasser ist erlaubt, alles andere meist nicht**. Für die meisten Blutanalysen (Nüchternblut) sollte man 8–12 Stunden nichts essen, aber Wasser in moderaten Mengen (0,2–0,5 l) ist in der Regel unbedenklich und kann sogar helfen, die Venen besser sichtbar zu machen. Kaffee, Tee, Säfte, Milch, Softdrinks oder Alkohol sollten jedoch vermieden werden, da sie die Konzentration von Glukose, Lipiden, Leberwerten oder Elektrolyten verfälschen können. Auch „zuckerfreie“ Getränke mit Süßstoffen oder Milch im Kaffee können die Insulinausschüttung beeinflussen. Manche Tests (z. B. Nüchternglukose, Lipidprofil) erfordern striktes Fasten, andere (wie Vitamin-D oder Schilddrüsenwerte) sind weniger empfindlich. Direkt-to-Consumer-Tests geben oft pauschale Anweisungen; es ist jedoch ratsam, die spezifischen Vorgaben des jeweiligen Labors zu befolgen. Die Evidenz hierfür beruht auf klinischer Praxis und Laborstandards, nicht auf randomisierten Studien. Im Zweifel: nur Wasser und die Anweisungen des Testanbieters befolgen.
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