Der Pharmakogenetik Medicheck analysiert genetische Varianten, die die Verstoffwechselung von Medikamenten beeinflussen können. Er lohnt sich vor allem für Menschen, die wiederholt Medikamente einnehmen, bei denen eine starke genetische Assoziation bekannt ist – z. B. bestimmte Antidepressiva (CYP2C19, CYP2D6), Blutverdünner wie Warfarin (VKORC1, CYP2C9) oder Schmerzmittel wie Codein (CYP2D6). Auch bei unerwarteten Nebenwirkungen oder fehlender Wirkung kann der Test Hinweise geben. Allerdings ist die Evidenz für viele der getesteten Gene nur moderat oder populationsspezifisch; ein Großteil der Arzneimittelantwort wird durch Umwelt, Ernährung und andere Faktoren bestimmt. Der Test ersetzt keine ärztliche Beratung – eine pharmakogenetische Beratung durch einen Facharzt ist empfehlenswert, bevor Konsequenzen gezogen werden. Für gesunde Menschen ohne Medikamenteneinnahme ist der Nutzen gering. Vorsicht vor überzogenen Marketingversprechen: Nicht jede ‚Genvariante‘ hat klinische Relevanz.
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