Kefir gilt allgemein als gesundheitsfördernd, kann aber in bestimmten Situationen ungesund sein. Bei Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie kann Kefir Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Hautreaktionen auslösen. Auch bei histaminempfindlichen Personen kann der Histamingehalt von Kefir (insbesondere bei langer Fermentation) zu Kopfschmerzen oder Hautrötungen führen. Zudem enthalten manche kommerzielle Kefirprodukte viel zugesetzten Zucker, was bei übermäßigem Konsum ungünstig für den Blutzuckerspiegel und das Körpergewicht ist. Bei geschwächtem Immunsystem (z. B. nach Transplantation oder bei schwerer Chemotherapie) kann der lebende Mikroorganismen-Besatz theoretisch Infektionen begünstigen – dies ist jedoch selten. Die Evidenz für diese Risiken ist überwiegend mechanistisch oder basiert auf Einzelfallberichten; große Studien fehlen. Personen mit bekannten Unverträglichkeiten oder chronischen Erkrankungen sollten ihren Konsum mit einem Arzt besprechen. Insgesamt ist Kefir für die meisten Menschen unbedenklich, solange er in Maßen und in reiner Form (ohne Zuckerzusätze) genossen wird.
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