FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die an der Umwandlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LC-PUFA) beteiligt ist. Diese Fettsäuren sind Vorläufer von Prostaglandinen und anderen Eicosanoiden, die eine Rolle bei Entzündungsprozessen, Hormonregulation und möglicherweise der Fruchtbarkeit spielen. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen FADS1-Varianten (z. B. rs174537) und der Fruchtbarkeit hin, insbesondere bei Frauen mit PCOS oder Endometriose. Die Effekte sind jedoch klein, die Studienlage heterogen und nicht ausreichend für klinische Empfehlungen. Ein Gentest auf FADS1 allein kann keine Fruchtbarkeitsstörung vorhersagen oder behandeln. Die Ernährung (z. B. Zufuhr von Omega-3) interagiert mit diesen Genvarianten, aber die personalisierte Anpassung ist noch experimentell. Vorsicht: Kein direkter diagnostischer Nutzen; bei Fruchtbarkeitsproblemen ärztliche Abklärung suchen.
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