FUT2 (Fucosyltransferase 2) bestimmt den Sekretor-Status und beeinflusst die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Nicht-Sekretoren haben eine geringere Diversität und weniger Bifidobakterien, was die Produktion kurzkettiger Fettsäuren (SCFAs) und die Darmbarrierefunktion verändern kann. Diese Veränderungen könnten theoretisch die Insulinempfindlichkeit und den Blutzuckerstoffwechsel modulieren. Allerdings ist die direkte Evidenz für einen kausalen Effekt von FUT2 auf Nüchternblutzucker oder HbA1c beim Menschen schwach und widersprüchlich. Einige Studien zeigen Assoziationen mit Typ-2-Diabetes-Risiko, aber die Effektstärken sind klein und werden durch Ernährung, Lebensstil und andere genetische Faktoren überlagert. Der Nutzen einer FUT2-basierten Ernährungsempfehlung zur Blutzuckerkontrolle ist derzeit nicht klinisch belegt. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch (Mikrobiom-Modulation) und basiert auf Beobachtungsstudien. Eine personalisierte Diät allein aufgrund des FUT2-Genotyps ist nicht zu empfehlen. Stattdessen sollten bewährte Maßnahmen wie ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung und Gewichtskontrolle priorisiert werden.
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