Der tTG-IgA-Test (Gewebetransglutaminase-Antikörper) ist der primäre Screening-Marker für Zöliakie. Im Kontext von Fertilität gibt es eine solide Evidenzlage: Unbehandelte Zöliakie ist mit erhöhten Raten von Infertilität, wiederholten Fehlgeburten, verzögerter Menarche und früher Menopause assoziiert. Mehrere Metaanalysen und Fall-Kontroll-Studien zeigen eine signifikant höhere Prävalenz von Zöliakie bei Frauen mit unerklärter Infertilität (ca. 2–8 % vs. 1 % in der Allgemeinbevölkerung). Die Evidenz ist als human-strong einzustufen, da sie auf reproduzierbaren klinischen Beobachtungen und systematischen Reviews beruht. Wichtig: Ein positiver tTG-IgA-Wert ist nicht diagnostisch – er erfordert eine Bestätigung durch Dünndarmbiopsie. Zudem sollte vor dem Test eine glutenhaltige Ernährung eingehalten werden, um falsch-negative Ergebnisse zu vermeiden. Bei gesicherter Zöliakie kann eine strikt glutenfreie Diät die Fertilität verbessern. Einschränkung: Die Testung ist nicht als generelles Fertilitätsscreening empfohlen, sondern nur bei entsprechender Symptomatik oder Risikofaktoren. Die MyBody-X-Tests umfassen tTG-IgA nicht standardmäßig; eine ärztliche Abklärung ist ratsam.
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