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Evidenz-Check: DNA Stoffwechseltest im Kontext von fatigue

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Evidenz-Check: DNA Stoffwechseltest im Kontext von fatigue

DNA-Stoffwechseltests, die von Direkt-an-den-Verbraucher-Anbietern wie MyBody-X angeboten werden, versprechen oft Aufschluss über Müdigkeit (Fatigue) durch Analyse von Genvarianten wie MTHFR, COMT oder FUT2. Die wissenschaftliche Evidenz für einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen häufigen SNPs und Fatigue ist jedoch schwach. Fatigue ist ein multifaktorielles Symptom mit Ursachen in Schlafmangel, Stress, Ernährung, Bewegungsmangel oder zugrunde liegenden Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenstörungen, Anämie, Depression). Selbst wenn ein Test eine Variante im Methylierungsstoffwechsel (z. B. MTHFR C677T) zeigt, ist der Effekt auf die Enzymaktivität meist gering und klinisch nicht ausreichend, um eine Fatigue zu erklären. Die meisten Studien sind beobachtend oder mechanistisch; randomisierte kontrollierte Studien fehlen. MyBody-X selbst gibt an, dass seine Tests für Lifestyle-Zwecke und nicht für medizinische Diagnosen gedacht sind. Eine Änderung der Supplementierung oder Ernährung allein aufgrund eines solchen Tests wird nicht empfohlen. Stattdessen sollte Fatigue ärztlich abgeklärt werden. Die Evidenz für diese Tests im Kontext von Fatigue ist daher als Marketing zu bewerten – die Versprechen übertreffen die wissenschaftliche Basis deutlich.

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