Online-DNA-Tests, wie sie von MyBody-X angeboten werden, versprechen personalisierte Einblicke in Stoffwechsel, Ernährung, Sport und Gesundheit. Die zugrundeliegende Wissenschaft basiert auf Genvarianten (SNPs), die mit bestimmten Eigenschaften assoziiert sind – etwa Fettstoffwechsel (PPAR-Gene), Omega-3-Verwertung (FADS1) oder Laktoseverträglichkeit. Die Evidenz reicht von GWAS-Assoziationen bis zu mechanistischen Studien, jedoch sind viele Effekte klein und nicht immer klinisch relevant. Ein zentraler Kritikpunkt: Die Tests zeigen oft nur eine genetische Veranlagung, keine Diagnose. So misst der AllergieCheck lediglich IgE-Sensibilisierungen, keine Allergien. Auch bei Mikrobiom-Tests (Darmaufbau) sind die individuellen Handlungsempfehlungen oft nicht durch RCTs abgesichert. Verbraucher sollten realistische Erwartungen haben: Die Tests können als Orientierung dienen, ersetzen aber keine ärztliche Beratung. Die langfristige Wirkung solcher personalisierten Empfehlungen ist noch Gegenstand der Forschung.
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