Folsäure (Vitamin B9) spielt eine zentrale Rolle für die Fruchtbarkeit beider Geschlechter. Bei Frauen unterstützt eine ausreichende Versorgung die Eizellreifung, Einnistung und verringert das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Embryo. Bei Männern wird ein positiver Effekt auf die Spermienqualität (Morphologie, DNA-Integrität) diskutiert. Die Evidenz für eine direkte Steigerung der Fruchtbarkeit durch Folsäure ist jedoch überwiegend beobachtend und nicht durch große RCTs eindeutig belegt. Die empfohlene Dosis von 400–800 µg täglich für Frauen mit Kinderwunsch basiert primär auf der Neuralrohrdefekt-Prävention. Ein Gentest auf MTHFR-Varianten ist laut USPSTF nicht nötig, da auch bei Vorliegen von Varianten die Standard-Folsäure wirkt. Caveat: Eine Überdosierung ( >1 mg) sollte ohne ärztliche Abklärung vermieden werden. Die MyBody-X-Tests bieten keine spezifische Fruchtbarkeitsanalyse, sondern allgemeine Nährstoff- und DNA-Panels. Insgesamt ist eine ausgewogene Ernährung mit Folat aus grünem Blattgemüse und ggf. Supplementierung sinnvoll, aber kein Garant für eine Schwangerschaft.
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