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Welche Rolle spielt HLA-DQ2 für Darmgesundheit?

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Welche Rolle spielt HLA-DQ2 für Darmgesundheit?

HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikofaktor für Zöliakie, eine autoimmune Darmerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Träger des HLA-DQ2-Haplotyps (ca. 25–30 % der Bevölkerung) haben ein erhöhtes Risiko, eine Zöliakie zu entwickeln, aber die meisten bleiben gesund. Die Rolle für die Darmgesundheit ist daher indirekt: Bei genetisch prädisponierten Personen kann Glutenkonsum zu Entzündung, Zottenatrophie, Malabsorption und langfristig zu Nährstoffmängeln, Osteoporose oder Lymphomen führen. Der Nachweis von HLA-DQ2 allein ist jedoch weder diagnoseweisend noch ausreichend – es müssen zusätzlich serologische Marker (tTG-IgA) und eine Dünndarmbiopsie vorliegen. Ein positiver Test kann sinnvoll sein bei unklaren gastrointestinalen Symptomen oder bei Familienangehörigen von Zöliakie-Patienten. Wichtig: Ohne gesicherte Diagnose sollte keine glutenfreie Diät begonnen werden, da dies die Diagnostik erschwert. Die Evidenz ist stark (human-strong), basierend auf zahlreichen klinischen Studien und Metaanalysen. Einschränkung: HLA-DQ2 erklärt nur einen Teil des Risikos; Umweltfaktoren, Darmmikrobiom und andere Gene spielen ebenfalls eine Rolle.

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