AMH (Anti-Müller-Hormon) wird oft als Indikator für die Eierstockreserve beworben, aber sein Zusammenhang mit Gewichtsverlust ist komplex und nicht direkt. Fakt: Bei Frauen mit PCOS (polyzystischem Ovarialsyndrom) kann Gewichtsverlust den AMH-Spiegel senken, da die Insulinresistenz abnimmt und die ovarielle Funktion sich verbessert. Allerdings ist AMH kein Biomarker für Fettverbrennung oder Stoffwechselrate. Mythos: Ein hoher AMH-Wert bedeutet nicht, dass Abnehmen schwerer fällt, und ein niedriger AMH-Wert sagt nichts über die Fähigkeit zur Gewichtsreduktion aus. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien und mechanistischen Überlegungen, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien, die AMH als Zielmarke für Gewichtsverlust validieren. Caveat: AMH-Tests im Direktvertrieb an Verbraucher sollten nicht als alleinige Grundlage für Diätentscheidungen dienen. Ein ganzheitlicher Ansatz mit Kalorienbilanz, Bewegung und ärztlicher Begleitung bleibt entscheidend.
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