Die Wechseljahre (Menopause) gehen mit hormonellen Veränderungen einher, die auch das Darmmikrobiom beeinflussen können – etwa durch sinkende Östrogenspiegel. Einige kommerzielle Mikrobiom-Tests behaupten, daraus personalisierte Ernährungsempfehlungen für die Menopause abzuleiten. Fakt ist: Die Forschung zu geschlechtsspezifischen Mikrobiom-Veränderungen in den Wechseljahren ist noch jung und uneinheitlich. Zwar gibt es Hinweise, dass eine ballaststoffreiche, mediterrane Ernährung die mikrobielle Vielfalt fördert und möglicherweise menopausale Beschwerden lindert, doch ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen einzelnen Bakterienarten und Symptomen ist nicht belegt. MyBody-X-Tests sind laut Eigenangaben keine medizinischen Geräte und dienen nur der Information. Ein Mikrobiom-Test kann daher allenfalls eine grobe Orientierung bieten, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik oder Hormonbestimmung. Wer in den Wechseljahren konkrete gesundheitliche Probleme hat, sollte diese mit einem Gynäkologen oder Endokrinologen besprechen. Die Evidenz für den Nutzen kommerzieller Mikrobiom-Tests in der Menopause ist derzeit als schwach bis moderat einzustufen – vieles ist noch spekulativ.
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