COMT (Catechol-O-Methyltransferase) ist ein Enzym, das den Abbau von Dopamin und anderen Katecholaminen steuert. Der häufigste Polymorphismus (Val158Met) beeinflusst die Enzymaktivität: Val-Träger haben eine hohe, Met-Träger eine niedrige Aktivität. Im Sportkontext wird COMT mit Schmerztoleranz, Stressregulation und kognitiver Leistung assoziiert. Met-Allel-Träger zeigen in einigen Studien eine bessere Ausdauerleistung, möglicherweise durch höhere Dopaminspiegel und verbesserte Motivation. Val-Allel-Träger hingegen könnten bei explosiven Kraftsportarten Vorteile haben. Die Effekte sind jedoch klein, die Studienlage inkonsistent und die praktische Relevanz für die Sportsteuerung gering. MyBody-X oder andere Gentests können COMT-Varianten identifizieren, aber die Ergebnisse sind kein verlässlicher Ratgeber für Trainings- oder Ernährungsentscheidungen. Die Evidenz basiert auf mechanistischen und populationsgenetischen Daten, nicht auf randomisierten Interventionsstudien. Eine Personalisierung des Sports allein anhand von COMT ist derzeit nicht evidenzbasiert. Stattdessen sollten Athleten auf bewährte Methoden wie Leistungsdiagnostik, subjektives Belastungsempfinden und kontinuierliches Monitoring setzen. Caveat: Keine klinische Diagnose oder Trainingsvorschrift.
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