TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) wird von der Hypophyse ausgeschüttet und steuert die Produktion von Schilddrüsenhormonen (T3/T4). Diese wiederum beeinflussen den Grundumsatz, die Körpertemperatur und den zirkadianen Rhythmus – alles Faktoren, die den Schlaf mitregulieren. Die TSH-Sekretion selbst folgt einem ausgeprägten Tagesrhythmus mit einem nächtlichen Gipfel. Schlafentzug oder -störungen können diesen Rhythmus verschieben und die TSH-Konzentration verändern. Allerdings ist die klinische Relevanz dieser Schwankungen für die Schlafqualität beim gesunden Menschen unklar. Ein direkter, kausaler Effekt von TSH auf den Schlaf ist nicht belegt; vielmehr wirken Schilddrüsenhormone auf Neurotransmitter und Thermoregulation. Bei Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Hyperthyreose mit erhöhtem TSH? – eigentlich erniedrigt) kann der Schlaf gestört sein, aber TSH dient hier eher als Diagnosemarker. Zusammenfassend: TSH hat eine indirekte, modulatorische Rolle, aber keine eigenständige Schlafsteuerung. Die Evidenz basiert auf physiologischen Studien und Beobachtungen, nicht auf großen klinischen Studien.
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