Die Frage, ob das FTO-Gen bei Fruchtbarkeit sinnvoll ist, erfordert eine differenzierte Betrachtung. FTO (Fat Mass and Obesity-Associated) ist vor allem für seine starke Assoziation mit BMI und Adipositas bekannt. Übergewicht und Adipositas wiederum beeinflussen die Fruchtbarkeit negativ – bei Frauen durch Zyklusstörungen, bei Männern durch reduzierte Spermienqualität. Einige Studien zeigen schwache Assoziationen zwischen bestimmten FTO-Varianten und Fertilitätsmarkern, aber die Effekte sind klein und oft durch BMI vermittelt. Direkte, klinisch nutzbare Vorhersagen zur Fruchtbarkeit aus FTO-SNPs sind derzeit nicht möglich. MyBody-X oder andere DTC-Tests bieten hier keine validierte Entscheidungsgrundlage. Die Evidenz ist mechanistisch und indirekt, nicht ausreichend für Handlungsempfehlungen. Caveat: Ein FTO-Test allein sagt nichts über die individuelle Fruchtbarkeit aus; Lebensstil, Hormonstatus und medizinische Abklärung sind entscheidend.
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