Häufige Fehler bei Haarausfall im Seniorenalter sind: 1) Übermäßige Supplementierung mit Vitamin E oder anderen Antioxidantien in der Hoffnung, Haarausfall zu stoppen – dabei zeigen große RCTs, dass hohe Dosen Vitamin E (>300 mg/Tag) sogar schädlich sein können (erhöhte Mortalität, Prostatakrebsrisiko). 2) Blindes Vertrauen in Gentests: Varianten in SOD2, FTO oder anderen Genen haben nur kleine Effekte und keine klinisch belegte Relevanz für Haarausfall. 3) Vernachlässigung von behandelbaren Ursachen wie Eisenmangel, Schilddrüsenstörungen oder Medikamentennebenwirkungen. 4) Einsatz von nicht evidenzbasierten „Wundermitteln“ aus dem Internet. Stattdessen: ärztliche Abklärung, ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein, Zink, Eisen und ggf. topisches Minoxidil nach Rücksprache. Die Evidenz für Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall bei Gesunden ist schwach bis negativ.
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