Transferrin ist ein Eisen-Transportprotein und wird klassischerweise zur Beurteilung des Eisenstatus (z. B. Transferrinsättigung, totale Eisenbindungskapazität) genutzt. Ein direkter Nutzen für die Darmgesundheit ist wissenschaftlich nicht belegt. Zwar beeinflusst Eisen den Darmmikrobioms und die Immunfunktion, doch Transferrin selbst ist kein spezifischer Marker für Darmerkrankungen wie Reizdarm oder entzündliche Darmerkrankungen. Bei Eisenmangel oder -überladung kann die Transferrin-Bestimmung indirekt Hinweise auf intestinale Resorptionsstörungen geben. In der Praxis wird Transferrin eher im Rahmen von Blutbild und Ferritin interpretiert, nicht isoliert für die Darmgesundheit. Consumer-Tests, die Transferrin als Darmmarker anbieten, sollten kritisch hinterfragt werden. Evidenz: mechanistisch, keine direkte klinische Leitlinie für Darmgesundheit. Caveat: Transferrin ist ein Akute-Phase-Protein; Entzündungen verfälschen die Werte.
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