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Myths vs Facts: FUT2 und longevity

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Myths vs Facts: FUT2 und longevity

Die Behauptung, dass das FUT2-Gen direkt die Lebenserwartung beeinflusst, ist wissenschaftlich nicht belegt. FUT2 kodiert für eine Fucosyltransferase, die die Sekretion von ABO-Blutgruppenantigenen in Körperflüssigkeiten steuert (Secretor-Status). Etwa 20 % der Europäer sind Nicht-Sekretoren (rs601338 A/A) und haben ein verändertes Darmmikrobiom, niedrigere Vitamin-B12-Spiegel und ein erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionen (z. B. Norovirus). Einige Studien assoziieren den Nicht-Sekretor-Status mit einem leicht erhöhten Risiko für Morbus Crohn oder Typ-1-Diabetes, aber die Effektstärken sind klein. Langlebigkeit ist ein komplexes Merkmal, das von Hunderten von Genen, Umwelt und Lebensstil beeinflusst wird. Es gibt keine robuste Evidenz, dass FUT2-Varianten allein die Lebensspanne signifikant verändern. Direkt-to-Consumer-Tests, die FUT2 als „Langlebigkeitsgen“ vermarkten, übertreiben die Bedeutung. Die Evidenz ist mechanistisch und populationsbasiert, aber nicht ausreichend für klinische Vorhersagen. Ein gesunder Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Nichtrauchen) hat einen weitaus größeren Einfluss auf die Langlebigkeit als der FUT2-Status.

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