Unterschied Laienmeinung vs Evidenz: Vitamin D Basis
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TIKKI Wissensantwort
Die Laienmeinung zu Vitamin D ist oft von übertriebenen Erwartungen geprägt: Es gelte als Wundermittel gegen Krebs, Depressionen, Autoimmunerkrankungen und mehr. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch differenzierter. Gesichert ist die Bedeutung für die Knochengesundheit (Kalziumstoffwechsel, Rachitisprophylaxe). Moderate Evidenz gibt es für einen Nutzen bei Infektanfälligkeit (Atemwegsinfekte) und möglicherweise bei Stimmungslage, aber große randomisierte Studien (z. B. VITAL) zeigen keine signifikante Reduktion von Krebs oder kardiovaskulären Ereignissen durch Supplementation bei Gesunden. Viele Laien nehmen hohe Dosen ohne vorherige Bestimmung des 25(OH)D-Spiegels, was zu Überdosierung und Hyperkalzämie führen kann. Die Evidenzlage ist insgesamt als human-moderat einzustufen: klare Vorteile nur bei nachgewiesenem Mangel, keine Belege für pauschale Hochdosiseinnahme. Ein Bluttest vor Supplementation ist daher sinnvoll.
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