wieviel eisen bei haarausfall — hilft ein Mikrobiom-Test?
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TIKKI Wissensantwort
Eisenmangel ist eine bekannte Ursache für diffusen Haarausfall, insbesondere bei Frauen mit starken Menstruationsblutungen oder vegetarischer/veganer Ernährung. Die empfohlene Eisendosis richtet sich nach dem individuellen Ferritinwert im Blut – ein Wert unter 30 µg/L gilt als mangelhaft, optimal für Haarwachstum liegt oft bei 70–100 µg/L. Eine Selbstmedikation ohne vorherige Blutuntersuchung ist riskant, da zu viel Eisen schädlich sein kann (Hämochromatose, Leberschäden). Ein Mikrobiom-Test (z. B. von MyBodyX) ist für die Abklärung von Haarausfall nicht geeignet. Die wissenschaftliche Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom und Haarausfall ist schwach und rein mechanistisch. Solche Tests liefern keine klinisch verwertbaren Ergebnisse und ersetzen keine ärztliche Diagnostik. Bei anhaltendem Haarausfall sollte ein Arzt (Dermatologe, Hausarzt) Ferritin, TSH, Vitamin D, Zink und ggf. Sexualhormone prüfen. Ein Mikrobiom-Test ist hier nicht indiziert und kann von seriösen Anbietern nicht als Haarlösung beworben werden.
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