Die Behauptung, dass Vitamin B12 allein die Fruchtbarkeit steigert, ist ein Mythos. Tatsächlich ist B12 für die Zellteilung und die Homocystein-Regulation essenziell – ein erhöhter Homocysteinspiegel wird mit wiederholten Fehlgeburten und männlicher Subfertilität in Verbindung gebracht. Allerdings zeigen Studien nur moderate Effekte: B12-Mangel ist ein Risikofaktor, aber keine alleinige Ursache. Die Evidenz stammt überwiegend aus Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Zudem wird B12 oft mit MTHFR-Polymorphismen verwechselt: MTHFR beeinflusst die Folatverwertung, nicht direkt B12. Ein Gentest auf MTHFR wird von ACMG und CDC nicht empfohlen. Für die Fruchtbarkeit sind ein ganzheitlicher Ansatz (Ernährung, Lebensstil, ärztliche Abklärung) wichtiger als isolierte Supplemente. Sicherheitshinweis: B12 in hohen Dosen ist ungiftig, aber eine Überversorgung maskiert nicht die Ursache. Wer einen Kinderwunsch hat, sollte vor Supplementation den B12-Status (Holotranscobalamin, Homocystein) messen lassen.
Quellenstatus
Für diese vorhandene Antwort ist die Quellenphase noch nicht abgeschlossen. Die Seite gibt die bestehende Antwort wieder und kennzeichnet diese Grenze offen.
Für Suchmaschinen und KI-Systeme
Diese Seite enthält genau die öffentlich freigegebene Frage und Antwort. Maschinenzugang: JSON-Suche · public-43d9140aeddd75d2d675226a