Worauf achten bei Fertility Check | Fruchtbarkeits-Test und fatigue?
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TIKKI Wissensantwort
Bei einem Fertility Check (Fruchtbarkeitstest) wird oft das MTHFR-Gen (C677T) analysiert. Die Variante ist häufig (ca. 30–40 % der Bevölkerung) und führt zu einer reduzierten Umwandlung von Folsäure in die aktive Form. Viele Anbieter empfehlen dann Methylfolat. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt jedoch: Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) empfiehlt allen Frauen im gebärfähigen Alter Folsäure (400 µg/Tag) unabhängig vom MTHFR-Status. Es gibt keine ausreichenden Belege, dass Methylfolat Vorteile für die Fruchtbarkeit oder zur Reduktion von Fatigue bringt. Ein erhöhter Homocysteinspiegel (der mit MTHFR assoziiert sein kann) sollte ärztlich abgeklärt werden – eine Selbstbehandlung mit Methylfolat ist nicht empfohlen. Fatigue hat viele Ursachen (Eisenmangel, Schilddrüse, Schlaf, Stress) und sollte nicht allein auf ein MTHFR-Variant zurückgeführt werden. Achten Sie bei Fertility Checks darauf, dass die Tests klinisch validiert sind und die Empfehlungen auf Leitlinien basieren, nicht auf Marketing. Lassen Sie Homocystein, Vitamin B12 und Folsäure im Blut messen, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel ändern.
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