TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist kein direkter Marker für Allergien. Es wird primär zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion eingesetzt. Allerdings gibt es Hinweise, dass Schilddrüsenfehlfunktionen (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis) mit allergischen Erkrankungen wie Urtikaria oder atopischer Dermatitis assoziiert sein können. In solchen Fällen kann TSH als Teil einer erweiterten Diagnostik sinnvoll sein – jedoch nicht als Screening-Test für Allergien an sich. Die Evidenzlage ist schwach und basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien. Consumer-Labortests, die TSH im Rahmen von „Allergieprofilen“ anbieten, sind oft irreführend. Ein erhöhtes TSH ohne klinische Symptome rechtfertigt keine allergenspezifische Therapie. Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenbeteiligung sollte die Abklärung ärztlich erfolgen, inklusive weiterer Parameter wie fT3, fT4 und Antikörper. Zusammenfassend: TSH ist nur dann sinnvoll, wenn eine Schilddrüsenstörung als möglicher Verstärker von Allergiesymptomen in Betracht gezogen wird – nicht als allgemeiner Allergiemarker.
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