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Ist Helicobacter bei Fruchtbarkeit sinnvoll?

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Ist Helicobacter bei Fruchtbarkeit sinnvoll?

Die Frage, ob Helicobacter pylori (H. pylori) für die Fruchtbarkeit sinnvoll ist, ist wissenschaftlich klar zu verneinen. H. pylori ist ein pathogenes Bakterium, das mit Gastritis, Ulkuskrankheit und Magenkrebs assoziiert ist. In Bezug auf die Fruchtbarkeit gibt es Hinweise aus Beobachtungsstudien, dass eine H.-pylori-Infektion die männliche Fertilität beeinträchtigen kann – etwa durch verminderte Spermienqualität, erhöhte DNA-Fragmentierung und entzündliche Prozesse. Bei Frauen wird ein möglicher Zusammenhang mit Fehlgeburten und Endometriose diskutiert, jedoch sind die Daten heterogen. Ein positiver Effekt auf die Fruchtbarkeit ist nicht belegt; vielmehr wird eine Eradikation bei Kinderwunsch empfohlen, wenn eine Infektion vorliegt. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien und Metaanalysen, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien (RCTs). Daher ist die Aussagekraft moderat. Wichtig: H. pylori ist kein ‚nützlicher‘ Keim, sondern ein Risikofaktor. Ein gezielter Test auf H. pylori im Rahmen der Fruchtbarkeitsdiagnostik kann sinnvoll sein, um eine behandlungsbedürftige Infektion auszuschließen. Die Einnahme von Probiotika oder Nahrungsergänzungsmitteln ohne Nachweis einer Infektion ist jedoch nicht indiziert.

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