Die MTHFR-A1298C-Variante (rs1801131) kann die Umwandlung von Folsäure in die aktive Form (5-Methyltetrahydrofolat) leicht reduzieren. Dennoch ist der Nachweis, dass man zwingend Methylfolat statt Folsäure benötigt, nicht stark. Die meisten Menschen kommen mit einer folatreichen Ernährung (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte) gut zurecht. Ein Gentest allein ersetzt keine Blutmessung (z. B. Homocystein, Folat im Serum). Eine Supplementierung mit Methylfolat ist nur bei nachgewiesenem Mangel oder erhöhtem Homocystein sinnvoll. Die Wechselwirkung mit der Ernährung ist real: Folat aus der Nahrung wird bevorzugt über den MTHFR-Weg verarbeitet, aber der Effekt der Variante ist moderat und wird durch andere Gene und Lebensstilfaktoren überlagert. Vorsicht: Hohe Dosen Folsäure (Supplemente) können bei unzureichender Umwandlung zu unmetabolisierter Folsäure im Blut führen – das ist aber kein Grund, eigenständig zu Methylfolat zu greifen. Konsultieren Sie vor Supplementierung einen Arzt.
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