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Evidenz-Check: FADS1 im Kontext von allergy

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Evidenz-Check: FADS1 im Kontext von allergy

FADS1 (Fettsäure-Desaturase 1) ist ein Schlüsselenzym für die Synthese langkettiger mehrfach ungesättigter Fettsäuren (LC-PUFA) aus Omega-3- und Omega-6-Vorstufen. Genetische Varianten in FADS1 (z. B. rs174546, rs174547) sind in GWAS mit veränderten PUFA-Spiegeln und einem erhöhten Risiko für allergische Erkrankungen wie Asthma, atopische Dermatitis und Heuschnupfen assoziiert. Die Effektstärken sind jedoch klein (Odds Ratios meist < 1,5) und die klinische Vorhersagekraft gering. Der Mechanismus ist plausibel: Ein veränderter PUFA-Stoffwechsel beeinflusst die Bildung von pro- und antiinflammatorischen Mediatoren (Eicosanoide, Resolvine). Dennoch dominieren Umweltfaktoren (Ernährung, Stilldauer, Mikrobiom) das Allergierisiko. Ein direkter Gentest auf FADS1-Varianten ist kein diagnostisches Werkzeug für Allergien. MyBody-X-Tests liefern Hinweise, aber keine medizinische Diagnose. Evidenz: GWAS + mechanistisch. Caveat: Keine randomisierten Studien, die einen kausalen Nutzen einer PUFA-Supplementierung basierend auf FADS1-Genotyp belegen.

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