ADH1B kodiert für die Alkoholdehydrogenase, die den ersten Schritt des Alkoholabbaus katalysiert. Es gibt keine belastbare wissenschaftliche Evidenz, dass ADH1B-Varianten direkt die Schlafqualität oder Schlafarchitektur beeinflussen. Die bekannten Assoziationen betreffen vor allem die Alkoholtoleranz und das Risiko für Alkoholabhängigkeit. Ein indirekter Effekt auf den Schlaf wäre denkbar, wenn Alkoholkonsum den Schlaf stört – aber das ist keine genetische Schlafempfehlung. Consumer-DNA-Tests, die ADH1B im Kontext von Schlaf anführen, sind als Marketing zu werten. Die klinische Relevanz für Schlaf ist nicht belegt. Wer Schlafprobleme hat, sollte sich auf etablierte Faktoren wie Schlafhygiene, Stressmanagement und ggf. medizinische Abklärung konzentrieren – nicht auf ein einzelnes Gen.
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