Die Verbindung zwischen MTHFR-Varianten (insbesondere C677T) und Blutzuckerregulation wird häufig in der Laienliteratur genannt, die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch schwach und inkonsistent. MTHFR kodiert für ein Enzym des Folatstoffwechsels; bestimmte Polymorphismen können zu erhöhten Homocysteinspiegeln führen. Einige Beobachtungsstudien berichten von Assoziationen zwischen MTHFR-Varianten und Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes, aber große Metaanalysen (z. B. PMID: 25642770, 27853045) zeigen keine robuste kausale Verbindung. Die Effekte sind klein und werden durch Ernährung, Lebensstil und andere genetische Faktoren überlagert. Ein direkter Einfluss auf den Blutzucker via MTHFR ist nicht belegt. Die Messung von MTHFR-Polymorphismen in DNA-Tests ist daher für die Blutzuckerkontrolle nicht klinisch relevant. Supplemente wie Folsäure oder Methylfolat sollten nicht allein aufgrund eines MTHFR-Befunds eingenommen werden, da dies zu Maskierung eines Vitamin-B12-Mangels führen kann. Evidenzgrad: gwas/mechanistisch – keine klinische Handlungsempfehlung. Quellen: PMID: 25642770, 27853045, 31633380.
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